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Jugend und Gewalt im Zusammenhang mit sozioökologischen Strukturen
Interdisziplinäres Forschungsprojekt an der Universität Basel

 
               

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THEOLOGIE

Theologisches Seminar der Universität Basel

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Prof. Dr. Ekkehard W. Stegemann
Nadelberg 10
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Nico Rubeli
Freie Str. 20
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Judenfeindschaft in der Geschichte des Christentums
Judenfeindschaft war in der Geschichte des Christentums nie auf fanatische Minderheiten beschränkt, sondern ist jahrhundertelang von der offiziellen Kirche und Theologie geschürt und vertreten worden. Der poströmische und christliche Weltentwurf war Mainstream während der Epochen, die sich für Westeuropa als zivilisationsprägend darstellen. Auch postreligiöse und säkulare Sinnstiftungen kolportieren Sprachformen und Weltsicht der damaligen Idiosynkrasien teilweise kritisch und teilweise unkritisch weiter.

Rechtsextremismus und Antisemitismus
Im Rechtsextremismus spielt – wie auch in anderen kulturellen Strömungen Westeuropas seit Jahrhunderten – Antisemitismus eine zentrale Rolle. Er kann «als der einigende Faktor» angesehen werden. Bestandteil der rechtsextremen Ideologie und Propaganda ist neben den bekannten Formen des jahrhundertealten christlichen Vorurteils gegenüber Juden insbesondere jenes Vorurteil, das den Holocaust verharmlost, wenn nicht sogar leugnet und dessen Grundlage die Abwehr der Erinnerung an Auschwitz bildet.

Säkularer Antisemitismus
Affinitäten rechtsextremer Gruppierungen zum «Revisionismus» wie auch zum islamischen Fundamentalismus sind daher auf einigende Metaphorik und Sprachmuster zu untersuchen. Dieser sog. säkulare Antisemitismus interagiert mit dem christlichen Antijudaismus und kann als postchristliche sprachliche Identitätsstiftung untersucht und beschrieben werden.