ERZIEHUNGS-
WISSENSCHAFT

ETHNOLOGIE

PSYCHIATRIE &
PSYCHOTHERAPIE

SOZIOLOGIE

STRAFRECHT

THEOLOGIE

Jugend und Gewalt im Zusammenhang mit sozioökologischen Strukturen
Interdisziplinäres Forschungsprojekt an der Universität Basel

 
               

HOME

   

PSYCHIATRIE & PSYCHOTHERAPIE

Psychiatrische Universitätsklinik der Universität Basel

Abteilung Psychotherapie
und -hygiene

THEORETISCHER AUSGANGSPUNKT

KOOPERATIONEN

FRAGESTELLUNGEN

FORSCHUNGS-
METHODEN

INTER-
DISZIPLINARITÄT

DISSEMINATION

ERGEBNISSE


Prof. Dr. Joachim Küchenhoff
Socinstrasse 55A
4051 Basel
Tel: 061 272 63 11
Fax: 061 272 67 75
joachim.kuechenhoff@unibas.ch

Psychische Krankheit und Gewalt
Psychische Krankheit und das Erleben einerseits und Ausleben andererseits von Gewalt sind miteinander verbunden. Aus der Forschung ist bekannt, dass frühe Traumatisierung beispielsweise zu gehäuftem Vorkommen von selbstschädigendem oder selbstverletzendem Verhalten im Erwachsenenalter führt und das Potential für Gewalt gegenüber anderen erhöht. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer psychiatrischen Klinik sind in ihrem Alltag überdurchschnittlich häufig mit Gewaltphänomenen konfrontiert, die auch als Bedrohung der eigenen Person erlebt werden können.

Umgang mit Gewalt
Eine wesentliche Aufgabe, die bislang in Weiter- und Fortbildung völlig vernachlässigt wird, ist das Erlernen eines gekonnten Umgangs mit Aggressivität. Beim therapeutischen Personal einer psychiatrischen Klinik können Gewalterfahrungen sehr negative Affekte hervorrufen, die indes meist unbearbeitet bleiben und die therapeutische Beziehung zum Patienten stören können. Um ein erfolgreiches Schulungsprogramm zum Umgang mit der Gewalt zu entwickeln, muss zunächst die affektive und interaktionale Reaktion auf Gewalt beim therapeutischen Personal an der Klinik erfasst und die subjektiven Belastungen erhoben werden. Erst dann kann ein Schulungsprogramm entwickelt werden. Zu prüfen ist dabei, wie weit ein solches Schulungsprogramm sein Ziel, nämlich eine veränderte Einstellung zur Gewalt, tatsächlich erreicht.