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Jugend und Gewalt im Zusammenhang mit sozioökologischen Strukturen
Interdisziplinäres Forschungsprojekt an der Universität Basel

 
               

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ETHNOLOGIE

Ethnologisches Seminar der Universität Basel

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Dr. Rebekka M. Ehret König
Münsterplatz 19
4051 Basel
Tel: 061 061 267 27 43
Fax: 061 267 27 47
rebekka.ehret@unibas.ch

Klassifikationen und Problemdefinition
Im Mittelpunkt der Analysen steht das Thema «Jugend und Gewalt» als semantische Formel mit hoher Plausibilität. Demnach wird danach gefragt was geschieht, wenn Jugend in der Verbindung mit Gewalt oder Gewalt in Verbindung mit Jugend in aller Leute Munde ist.
Es hängt im Wesentlichen von der sozialen Organisationsstruktur (insbesondere von der Machtverteilung im sozialen Feld) ab, welche Akteure und/oder Gruppierungen ihre sozialen Klassifikationen und Problemdefinitionen durchsetzen können. In den sozialen Kräftefeldern (vergl. Bourdieu 1987) wirken die Verwaltungsbehörden mit, indem sie über jugendpolitische Instrumentarien (beispielsweise Gewaltpräventionsaktionen an den Schulen, Jugendtreffpunkten etc.) sowie über die Jugendämter die Rahmenbedingungen für den Umgang mit dem Thema Jugend und Gewalt beeinflussen.

Reden über Gewalt
Darüber hinaus bestimmen sie mit ihrer Rede über Jugend und Gewalt und Gewalt von und an ausländischen Jugendlichen im Speziellen die Kräfteverhältnisse zwischen den Beteiligten. Der Beschreibung von Beschreibungen von Jugend und Gewalt-Phänomenen kommt eine entscheidende Bedeutung zu.