ERZIEHUNGS-
WISSENSCHAFT

ETHNOLOGIE

PSYCHIATRIE &
PSYCHOTHERAPIE

SOZIOLOGIE

STRAFRECHT

THEOLOGIE

Jugend und Gewalt im Zusammenhang mit sozioökologischen Strukturen
Interdisziplinäres Forschungsprojekt an der Universität Basel

 
               

HOME

   

ERZIEHUNGSWISSENSCHAFT

Philosophisches Seminar

Abteilung
Pädagogik

THEORETISCHER AUSGANGSPUNKT

KOOPERATIONEN

FRAGESTELLUNGEN

FORSCHUNGS-
METHODEN

INTER-
DISZIPLINARITÄT

DISSEMINATION

ERGEBNISSE


Prof. Dr. Anton Hügli
Wettsteinallee 62
4058 Basel
Tel: 061 683 45 15
Fax: 061 693 35 19
anton.huegli@unibas.ch

PD Dr. Wassilis Kassis
Theaterstrasse 22
4051 Basel
Tel: 061 205 09 92
Fax: 061 205 09 93
wassilis.kassis@unibas.ch

Lic. phil. Michèle Thommen
Theaterstrasse 22
4051 Basel
Tel: 061 205 09 95
Fax: 061 205 09 93
michele.thommen@unibas.ch

Sozialisationsinstanzen Schule und Familie
Schule und Familie gelten als zwei der wichtigsten Sozialisationsinstanzen im Entwicklungsprozess von Kindern und Jugendlichen. Welcher Einfluss ihnen de facto bei der Gewaltentwicklung von Heranwachsenden zukommt, konnte seit den späten Siebzigerjahren durch verschiedene Untersuchungen empirisch erhellt werden (siehe hierzu die aktuellsten Ergebnisse in Tillmann 1995; Holtappels und Meier 1997; Holtappels 1999; Tillmann 1999).

Qualität von Netzwerken und Gewaltbereitschaft
Im Rahmen des geplanten Forschungsprojekts soll untersucht werden, inwieweit die Qualität von sozialen Netzwerken (Nachbarschaft), familiären Prozessen und des Schulklimas Einfluss auf die Gewaltbereitschaft von Heranwachsenden hat und wie das Zusammenspiel zwischen diesen sozialen Systemen in Bezug auf ihre Integrationsleistung verbessert werden kann. Hierfür soll von einem sozioökologischen Ansatz ausgegangen werden, der auf der Annahme basiert, dass individuelles Verhalten nur im kontextuellen Zusammenhang angemessen verstanden werden kann.

Bewältigungsverhalten
Neuere Studien aus den USA (Sampson und Laub 1994; Loeber und Stouthamer-Loeber 1998) wie auch eigene Studien (Kassis 1998; Kassis 2000; Kassis und Schmidlin 2000; Kassis und Schmidlin 2000) haben gezeigt, dass die Ursachen von Jugendgewalt nicht alleine in den soziostrukturellen Gegebenheiten, in denen die Jugendlichen heranwachsen, zu sehen sind, sondern auch stark vom Bewältigungsverhalten der Individuen abhängen. Dieses kann seinerseits wieder als das Ergebnis eines Interaktionsprozesses des sich entwickelnden Individuums mit dem sozialen Kontext (wie z.B. Familie, Nachbarschaft oder Schule) betrachtet werden.