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Projekt: "Intangible Cultural Heritage: The Midas Touch?"
Mit Dr. Silke Andris et al.
Abstract
Das Konzept des Immateriellen Kulturerbes (IKE) ist seit den 1970er Jahren im Umlauf und hat eine Reihe von Massnahmen generiert, die 2003 in der UNESCO-Konvention zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes mündeten. Diese Konvention wurde am 18. Juli 2008 durch die Schweiz ratifiziert und wird derzeit umgesetzt. Das Projekt nimmt dies zum Anlass, sich kritisch mit der Konvention auseinanderzusetzen und den Fragen nachzugehen, was die Konvention in der Umsetzung bedeuten kann, wer von ihr profitieren könnte und was als bewahrungswert betrachtet wird. Ziel dabei ist, auf das Potenzial, die Widersprüchlichkeiten wie auch auf die möglicherweise unerwünschten Konsequenzen des IKE-Paradigma hinzuweisen.
Das in Basel angesiedelte Sub-Projekt C „Staging Culture“ beschäftigt sich mit Phänomenen am Rande des IKE-Paradigma und besteht aus zwei empirischen Fallstudien:
„Theatre in contexts of migration“ (durch lic.phil. Miriam Cohn) untersucht drei Theaterprojekte in verschiedenen Migrationskontexten aus der Region Basel durch Feldforschung. Im Zentrum stehen dabei Fragen nach der Vermittlung (und somit Tradierung) von Theater während der Proben, nach dem Umgang mit dem Thema Migration bzw. mit den Migrationshintergründen der Beteiligten sowie mit den verschiedenen Wertdiskursen, die in den Produktionen präsent sind. Dabei wird untersucht, wie Aspekte der IKE-Konvention in diese Diskurse eingreifen oder nicht. Schliesslich wird der Frage nachgegangen, ob und inwiefern kulturelle Ausdrucksformen von Migrantinnen und Migranten bei der Erstellung der Listen von Schweizerischem Kulturerbe mitberücksichtigt werden.
„Staging Culture: Complexities of Contemporary Remix Cultures and Living Traditions“ (durch Dr. Silke Andris, Habilitationsprojekt) untersucht die aktuellen Diskurse der Evaluation und Inwertsetzung performativer Kultur als immaterielles UNESCO Kulturerbe bzw. lebendige Traditionen der Schweiz und diskutiert diese am Beispiel von Praktiken des Sampling und Remixing aus den vier Elemente des HipHop (Breakdance, Djing, Rap und Graffiti).
Zum Eintrag in der Forschungsdatenbank der Uni Basel
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