Ein halbes Jahr vor dem Turnier werden siebzehn Probleme vom internationalen Organisationskomitee in Englisch formuliert und den teilnehmenden Ländern zugeschickt.
Jedes Land kann ein Team mit fünf SchülerInnen und zwei BegleiterInnen an das IYPT senden. In den Ländern findet im Vorfeld eine mehr oder weniger umfangreiche nationale Ausscheidung statt. Das Turnier selber dauert eine Woche und wird in einem der Teilnehmerländer in mehreren Runden, sogenannten physics fights, durchgeführt. An einem solchen physics fight kämpfen jeweils drei Teams gegeneinander, wobei die offizielle Sprache Englisch ist.
Im Vorfeld des IYPT muss sich das Team intensiv mit den verschiedenen Problemen auseinandersetzen und sich auf die einzelnen Präsentationen vorbereiten.
Am IYPT geht es vor allem darum, die eigenen Lösungen möglichst gut zu verkaufen, denn keines der Teams hatte im Vorfeld des Turniers genügend Zeit, um sich auf alle Probleme optimal vorzubereiten!
Die Art und Weise dieser Physics Fights und die komplexen Fragestellungen stellen an die Teams vielfältige Anforderungen. Neben einem ausgesprochenen Fachwissen sind folgende Aspekte sehr wichtig:
Teamarbeit: Die gestellten Probleme sind in der Regel so komplex, dass sie nicht durch Anwendung eines einfachen Algorithmus gelöst werden können. Da zudem knapp zwanzig Probleme gelöst werden sollten, ist es unabdingbar, dass sich die fünf TeilnehmerInnen die Arbeit aufteilen. Es werden keine Einzelleistungen bewertet, sondern es gewinnt letztendlich das beste Team. Die Zusammensetzung des Teams ist deshalb enorm wichtig!
Präsentation: Ein Teammitglied muss in einem 12 Minuten-Vortrag mit wenigen Hilfsmitteln (selber hergestellte Videos, Simulationen und Transparentfolien) seine Lösung eines Problems präsentieren. Es wird nicht nur der Inhalt sondern auch die Präsentation bewertet!
Dialogfähigkeit: Die Teams müssen einem wissenschaftlichen Vortrag folgen können und in wenigen Minuten die Qualität dieses Vortrages beurteilen. Im anschliessenden Disput müssen sie ihre eigene Lösung rechtfertigen, respektive andere Lösungen kritisieren und diese, falls sie besser sind, auch loben.
Kritikfähigkeit: Nach einem gehaltenen Vortrag kann es durchaus geschehen, dass das Team mit Kritik überhäuft wird. Mit solcher Kritik richtig umgehen, aber auch Kritik anbringen muss gelernt sein!
Englisch: Während dem gesamten Wettkampf wird Englisch gesprochen. Da dies für die meisten Teilnehmerländer eine Fremdsprache ist, erschwert dies die Aufgabe ungemein.
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