Betelpfeffer
Piper betle L. (Piperaceae)
Diese Pfefferpflanze kommt wild in den Regenwäldern Indiens vor. Die Kletterpflanze rankt sich an Bäumen in die Höhe.
Der Betelpfeffer wird nur wegen seinen Blättern angebaut und zwar überall in Asien, wo der Betelbissen üblich ist. Für diesen sind die Blätter des Betelpfeffers erforderlich, in die ein Stück Betelnuss (Areca catechu) zusammen mit Kalk und Gewürzen eingewickelt wird. Die Blätter des Betelpfeffers enthalten ätherisches Öl u.a. mit dem belebenden Eugenol, sind leicht scharf und haben einen prickelnden Geschmack. Der Transport der Blätter ist nur über kurze Strecken möglich, weil sie sonst welken. Für den Betelbiss sind aber frische Blätter erforderlich. Neben Anbau für den Eigenbedarf gibt es in der Nähe grösserer Städte auch Feldanbau von Betelpfeffer.
Jürg Stöcklin, Text zur Ausstellung «Wegzehrung - Pflanzen am Lebensweg des Menschen» (1. Juni–29. Sept. 1996)
13. Nov. 2004