Bilder
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  1. Blick vom Teich Richtung Institut. Links Taxodium distichum, heute über 20 Meter hoch, rechts das Alpinum mit der Bergföhre. Ein Teil des Teiches ist zum Schutz gegen Falllaub mit Brettern abgedeckt (aus E. Ruck, 1930).
  2. Gärtner und Arbeiter im Botanischen Garten. Von links nach rechts: Hans Meier, Dettwiler, Sigrist, Balzer, Franz Dillier (Lehre 1936-39, Aushilfe bis 1946), Samuel Aellen (Vorarbeiter), Paul Tanner. Im Hintergrund die Trauerweide neben dem Teich. (Aufnahme Dillier 1938, Archiv Bot. Garten)
  3. «Anthurium crystallinum. Fam: Aroideae Neugranada» (Archiv Bot. Garten, undatiert). Die Aufnahme stammt wahrscheinlich aus dem alten Flügelgewächshaus neben dem Viktoriahaus (heute Kalthaus), dessen Türe geöffnet wurde (rechter Rand). Gewächshaus-Boden ohne Hartbelag. Rechts hinten durchlaufende Kulturtische. Unter dem Glasdach hängen Orchideen.
Der Garten und sein Pflanzenbestand
Klein, aber reich (1930)
«Der Garten ist verhältnismässig klein. Er enthält aber ein reichhaltiges Alpinum, eine kleine Torfmoor-Anlage und einen Teich mit Wasser- und Sumpfpflanzen. Besondere Abteilungen sind den morphologisch-biologisch interessanten, sowie den pharmazeutische gebräuchlichen Pflanzen vorbehalten. Ausserdem enthält ein Teil des Gartens Vertreter der verschiedenen Pflanzenfamilien.
In den im Verhältnis zum Garten ausgedehnten Gewächshäusern wird der Kultur der tropischen, speziell der medizinisch oder landwirtschaftlich wichtigen Pflanzen grosse Aufmerksamkeit geschenkt. Auch die morphologisch oder biologisch interessanten Tropenpflanzen, so z. B. die Victoria regia und Vertreter des Meeres-Strandwaldes und viele Epiphyten sind vertreten. Die Kalthäuser enthalten reiche Sammlungen von Kakteen, Wolfsmilchgewächsen und anderen Sukkulenten.
Garten und Gewächshäuser sind darum wie das Institut in hohem Masse geeignet, den botanischen Unterricht und die Forschung zu fördern.» (aus: Erwin Ruck, Die Universität Basel, 1930)
Biologische Abteilung (1938)
August Binz, Kustos des Herbariums, veröffentlichte im «Basler Jahrbuch» von 1938 einen 10-seitigen Artikel mit dem Titel «Aus Basels botanischem Garten». Der Text beschreibt im wesentlichen die «biologische Abteilung», die «eine der moderneren» sei und damals «gleich neben dem Eingang links» lag (somit im heute verschwundenen Teil der neueren UB-Gebäude). Bei folgenden «Beeten» werden konkrete Beispielpflanzen genannt:
Biologische AbteilungBeispiele
Monözische PflanzenZea
Diözische PflanzenMercurialis, Urtica dioica
ProterogynieGeum
ProterandrieCampanula
Fertile und sterile BlütenMuscari comosum
Extrafloraler SchauapparatSalvia Horminum, Melampyrum arvense
KleistogamieLamium amplexicaule, Viola mirabilis
WindbestäubungPlantago, Thalictrum, Poaceae
PollenblumenThalictrum aquilegiifolium, Anemone japonica
Bienen- und HummelblumenLabiatae
FliegenblumenArum, Arabis
TagfalterblumenDianthus
NachtfalterblumenOenothera, Saponaria
SchleuderfrüchteImpatiens, Geranium, Ecballium
StreufrüchtePapaver, Primula, Lilium
Verbeitung durch ExkrementeFragaria, Rubus, Rosa
Haken- und KlettfrüchteXanthium, Galium
Oberirdische AusläuferFragaria, Ajuga reptans
Unterirdische AusläuferAnemone ranunculoides
Wurzelnde ZweigeRubus
BrutknospenAllium
BulbillenLilium bulbiferum
BastardierungGeum rivale x urbanum, Medicago falcata x sativa
Orchideensammlung Merian (1939)
«Der Botanische Garten Basels geniesst den Vorzug … treue Freunde zu haben, die nicht zögern, botanische Geschenke nach Hause zu bringen, zum Beispel Orchideenpflanzen. … Auf keinen Fall übergangen werden darf die üppig wachsende Vandopsis lowii, die in Borneo beheimatet und in Botanischen Gärten sehr selten anzutreffen ist. Das Gewächs gehört zu einer kostbaren Pflanzensammlung, die einer aus der Familie Merian in seiner Ville in Lörrach angelegt hatte, im Jahr 1939, sozusagen in letzter Minute, über die Grenze in Sicherheit bringen konnte und dem Botanischen Garten schenkte.» (aus: Anton Peterhans, Der Garten der Basler Botaniker. - Neue Zürcher Zeitung, Nr. 1246, 30. März 1962.
Publikationen
August Binz, Aus Basels botanischem Garten. - Basler Jahrbuch, 1938, S. 116-125. [keine Abbildungen]
Erwin Ruck, Die Universität Basel. - Basel 1930
26. Nov. 2004